{"id":7183,"date":"2024-06-24T15:11:37","date_gmt":"2024-06-24T13:11:37","guid":{"rendered":"https:\/\/ikth.de\/startseite\/?p=7183"},"modified":"2024-06-24T15:11:37","modified_gmt":"2024-06-24T13:11:37","slug":"festrede-30-jahre-ingenieurkammer-thueringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ikth.de\/startseite\/festrede-30-jahre-ingenieurkammer-thueringen\/","title":{"rendered":"Festrede 30 Jahre Ingenieurkammer Th\u00fcringen"},"content":{"rendered":"<h2>30 Jahre Ingenieurkammer Th\u00fcringen \u2013<br \/>\n30 Jahre Zeitgeschichte: R\u00fcck \u2013 und Ausblicke<\/h2>\n<p><strong>Sehr geehrte Damen und Herren\/liebe Kolleginnen und Kollegen\/liebe Ehreng\u00e4ste<\/strong><br \/>\n<strong>Prolog in eigener Sache<\/strong><\/p>\n<p>30 Jahre Ingenieurkammer Th\u00fcringen sind 30 Jahre Th\u00fcringer und gesamtdeutsche Zeitgeschichte, und ein vorsichtiger Blick in die Zukunft. Das will ich neben der W\u00fcrdigung des Bisherigen auch des Notwendigen f\u00fcr die Zukunft mit der gebotenen Kritik, aber auch ingenieurgem\u00e4\u00df konstruktiv ansprechen.<\/p>\n<p>Die mir 2014 von Pr\u00e4sident Dr\u00e4ger und dem Vorstand verliehene Ehrenpr\u00e4sidentschaft ist eine Verpflichtung, aber auch die Gelegenheit in der f\u00fcr mich neuen Freiheit von Amt und Beruf unbefangen \u00fcber unsere Themen zu sprechen. Ich betone dieses Gef\u00fchl von Freiheit, weil es in den vergangenen 30 Jahren Interpretationen und Deutungen des Freiheitsbegriffs gegeben hat. Deshalb bitte ich Sie diesen Vortrag in der sachlichen N\u00fcchternheit zu verstehen, die wir als Kammer, als freiberufliche Ingenieurinnen und Ingenieure und als Staatsb\u00fcrger, immer von den Fundamenten aus gedacht, praktizieren.<\/p>\n<h3>Unsere Akteure im Ehrenamt \u2013 eine unvollst\u00e4ndige Auswahl<\/h3>\n<p><strong>Der Beginn<\/strong><br \/>\nWie ging alles los? Der Th\u00fcringer Landtag hat am 26.2.1992 in erster Lesung das Ingenieurkammer-Gesetz eingebracht, das im Juli 1993 im Landtag verabschiedet wurde. Am 28. Mai 1994 erfolgte mit der Vertreterversammlung in der Aula der Fachhochschule Erfurt die offizielle Gr\u00fcndung der Ingenieurkammer Th\u00fcringen. Eine entscheidende Voraussetzung f\u00fcr diese Entwicklung war die Gr\u00fcndung des Vereins Th\u00fcringer Ingenieurkammer, die am 20. Oktober 1990 in Weimar stattfand. Der Verein, der als seine Hauptziele die Gr\u00fcndung einer Ingenieurkammer und die Vertretung der Interessen seiner Mitglieder gegen\u00fcber Beh\u00f6rden und der \u00d6ffentlichkeit formuliert hatte, verstand sich als legitimierter Ansprechpartner f\u00fcr den (k\u00fcnftigen) Th\u00fcringer Landtag, wobei das Land Th\u00fcringen mit Wirkung vom 14. Oktober 1990 wieder gebildet wurde und der erste Th\u00fcringer Landtag am 25. Oktober 1990 im Deutschen Nationaltheater in Weimar, als erstes der neuen L\u00e4nderparlamente, zusammentrat.<\/p>\n<p>Alle in der Bundesrepublik gegr\u00fcndeten Ingenieurkammern sind dem jeweiligen Landesrecht unterstellt und verwaltungsrechtlich eine K\u00f6rperschaft \u00d6ffentlichen Rechts. Die Bundesingenieurkammer vertritt alle Kammern der L\u00e4nder bei den zust\u00e4ndigen Institutionen auf Regierungsebene. Diese Kammerstruktur ist bis heute so geblieben: Die Berufsfachliche Leitung wird im Ehrenamt wahrgenommen durch<br \/>\nden Vorstand (alle allgemeinen maskulinen Personen-Bennungen gelten auch im Femininum) mit einem Pr\u00e4sidenten, zwei Vizepr\u00e4sidenten, 3 Beisitzern und einem Schatzmeister, der so offiziell nicht mehr benannt werden darf, nun aber als 4.Beisitzer mit den gleichen Aufgaben befasst ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Berufsorganisatorische Verwaltung zeichnet eine hauptamtliche Gesch\u00e4ftsstelle verantwortlich. Der erste Kammer- und Gr\u00fcndungspr\u00e4sident von 1994-2001 war Dr.-Ing. Brose, ein freiberuflich t\u00e4tiger Ingenieur mit B\u00fcro in Gera. Ihm folgte bis 2004 Professor Dr. Wolfgang Storm, der leider unmittelbar nach seiner Wiederwahl zum Kammerpr\u00e4sidenten, zu Beginn der 3. Vorstandslegislatur, verstorben ist. Ich hatte von 2004-2013 die Ehre, Pr\u00e4sident zu sein. Seit 2013 vertritt als Pr\u00e4sident Elmar Dr\u00e4ger die Kammer. Er steht 2024 erneut zur Wahl.<br \/>\nIch m\u00f6chte einige langj\u00e4hrige, aktive Kammermitglieder in Leitungsverantwortung seit der Gr\u00fcndung der Kammer mit Anerkennung und Dank hervorheben. Dies sind unter anderem: Dr.-Ing. Ulrich Dressel, Gera, Statiker und Pr\u00fcfingenieur; Gunter Lencer, Diplom-Vermessungsingenieur aus Gotha, zertifiziert f\u00fcr hoheitliche Vermessungsaufgaben; Professor Dr.-Ing. habil. Hermann Saitz, Erfurt, f\u00fcr Aufgaben und wissenschaftliche Beitr\u00e4ge im Verkehrs-Infrastruktur- und Raumordnungs-Bereich. Er wurde 2010 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet; und viele andere ungenannte Kolleginnen und Kollegen.<\/p>\n<p><strong>Die Aktiven heute<\/strong><br \/>\nBerufsorganisatorische Leitung im Ehrenamt wird aktuell durch den diplomierten Geologen Elmar Dr\u00e4ger wahrgenommen. Er ist Pr\u00e4sident seit 2013, Chef eines gro\u00dfen Ingenieurb\u00fcros und mehrerer Niederlassungen und sowohl fachlich als auch berufspolitisch sehr gut vernetzt. Er ist Vizepr\u00e4sident der IHK Erfurt. Dem Pr\u00e4sidenten zur Seite stehen die beiden Vizepr\u00e4sidenten, Diplom-Ingenieur Karl-Heinz Bartl, und Dr.-Ing. Hans-Reinhardt Hunger, beides freiberufliche Ingenieure mit B\u00fcro und eingetragen in die Liste der Pflichtmitglieder, sowie die Beisitzerinnen, die Beratende<br \/>\nIngenieurin, Diplomgeologin, Silvia Reyer-Rode, mit eigenem Ingenieurb\u00fcro. Sie ist ehrenamtliche Vizepr\u00e4sidentin der Bundesingenieurkammer in Berlin, ehrenamtliche Pr\u00e4sidentin des Landesverbandes der Freien Berufe Th\u00fcringen e. V. und Schatzmeisterin im AHO (Ausschuss der Verb\u00e4nde und Kammern der Ingenieure und Architekten f\u00fcr die Honorarordnung e. V.). Im Vorstand vertritt die Architektin, Diplom-Ingenieurin Tina Kaiser, Miteigent\u00fcmerin eines Architektektur- Ingenieurb\u00fcros in Doppelmitgliedschaft in unserer Kammer und der Architektenkammer Aufgaben der Ingenieure aus der Sicht einer Architektin. Der Beisitzer Professor Dr.-Ing. habil. J\u00fcrgen Fischer ist Hochschullehrer an der FH Erfurt. Der 4. Beisitzer im Vorstand ist Reinhardt Schmidt, Diplom-Elektroingenieur, Beratender Ingenieur mit eigenem B\u00fcro und \u00fcber 30 Jahre unser vormaliger, zuverl\u00e4ssiger \u00b4Schatzmeister\u00b4 der Kammer in Zusammenarbeit mit der Buchhalterin der Gesch\u00e4ftsstelle, Frau Adriana Jerchel. Die Gesch\u00e4ftsstelle der IKT ist hauptamtlich t\u00e4tig. Sie wird von unserem kompetenten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr.-Ing. Rico L\u00f6big seit 2010 geleitet. Die ehemalige stellvertretende Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, Frau Barbara Wellendorf ist im Ruhestand, aber weiterhin stundenweise f\u00fcr die berufliche Selbstverwaltung t\u00e4tig. Sie hat fast ihr gesamtes Berufsleben die Kammer und einige vorangegangene Institutionen der Ingenieure begleitet. Frau Franziska Hartung ist Assistentin der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und meist die erste freundliche Stimme am Telefon unseres Sekretariats. Frau Ines Gehlhaar ist f\u00fcr das Eintragungswesen und Statistik; Frau Adriana Jerchel f\u00fcr die Buchhaltung und Frau Cornelia Lehmer f\u00fcr das Kammerrecht zust\u00e4ndig. Sie ist au\u00dferdem unsere Antikorruptionsbeauftragte. F\u00fcr die Rechtsberatung unserer Mitglieder zeichnet Herr Rechtsanwalt Dr. Axel Lakonen-Schmidt verantwortlich. Die Hoffnung, dass es weitergeht, liegt bei unserer<br \/>\nAuszubildenden im ersten Lehrjahr, Frau Belinda Stanke.<\/p>\n<h3>\nThesen und Themen<\/h3>\n<p>Ich m\u00f6chte einige ausgew\u00e4hlte Arbeitsbereiche thesenhaft benennen, die unsere Kammerarbeit direkt oder indirekt betreffen. Es sind heute nicht die Zeit oder Gelegenheit auf alle n\u00e4her einzugehen. Diese Themen werden auch k\u00fcnftig Schwerpunkte unserer Arbeit f\u00fcr die Ingenieure Th\u00fcringens sein.<\/p>\n<ol>\n<li>Die Wiedervereinigung Deutschlands nach Art. 23 GG, war eine vollst\u00e4ndige, unbedingte Anpassung und Anschluss des Ostens an das ausdifferenzierte Gesellschaftssystem der Bundesrepublik.<\/li>\n<li>Die Honorarordnung f\u00fcr Architekten und Ingenieure (HOAI) wurde mit der Wiedervereinigung f\u00fcr die planerischen und ingenieurtechnischen Dienstleistungen auch in Ostdeutschland zur verordneten<br \/>\nberuflichen Richtschnur. Sie erm\u00f6glichte die Architektur- und Ingenieurleistungen, organisatorisch geordnet, in inhaltlich ausformulierten Leistungsbildern unterschieden, in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, differenziert f\u00fcr bestimmte spezifische Leistungsgruppen und innerhalb von ausk\u00f6mmlichen Honorargrenzen zu erbringen. Dies hatte nach einigen HOAI-Novellierungen bis zur Fassung der Jahre 2009\/2013 auch mit<br \/>\nverbindlichen Honorargrenzen Bestand. Die EuGH-Entscheidung vom Juli 2019 ver\u00e4nderte die verbindliche HOAI ab August 2023 zu einer unverbindlichen, ungeregelten, wettbewerbs- und vertragsoffenen HOAI.<\/li>\n<li>Das europa- und weltweit anerkannte Diplom als h\u00f6chster akademischer Studienabschluss wurde 1999 im italienischen Bologna durch einen Beschluss der europ\u00e4ischen Bildungsminister im Rahmen des<br \/>\nsogenannten Bologna- Prozesses ersetzt durch ein zweigeteiltes Studium in Bachelor und Master. Die Studien-Anschlussm\u00f6glichkeiten auf der Bachelor-Ebene insbesondere bei ingenieurtechnischen,<br \/>\nnaturwissenschaftlichen, medizinischen und volljuristischen Studieng\u00e4ngen sind im innerdeutschen, mehr noch bei europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten, nur bedingt gegeben.<\/li>\n<li>Mit der Privatisierung der vormals staatlichen Einrichtungen in der DDR sind die Architekten und IOngenieure aus dem in der DDR \u00fcblichen Angestelltenverh\u00e4ltnis in die freiberufliche Berufst\u00e4tigkeit entlassen worden.<\/li>\n<li>Diese neue eigenverantwortliche Berufst\u00e4tigkeit f\u00fcr den Osten wurde durch die Kammergr\u00fcndung geordnet, war aber bisher weitestgehend wirtschaftlich, haftungsrechtlich und berufsinhaltlich<br \/>\nunbekannt.<\/li>\n<li>Die politische und wirtschaftliche Ostbindung (Ukrainekrieg) mussten aufgel\u00f6st und durch neue Vereinbarungen und B\u00fcndnisse in politische und wirtschaftliche Westbindungen gewandelt werden.<\/li>\n<li>Der Umbau auf alternative Energieformen ist notwendig und hochkomplex, jedoch nicht in der praktizierten Weise, wie sich aktuell immer mehr Energieexperten zu Wort melden.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>\nKammerphilosophie und -Selbstverst\u00e4ndnis<\/h3>\n<p><strong>Der Anfang<\/strong><br \/>\nDie Gr\u00fcndung der Ingenieurkammern in Deutschland vollzog sich im Westen wie im Osten fast zum gleichen Zeitraum, von Anfang bis Mitte der Neunzigerjahre. Eine Ausnahme bildete das Saarland mit der Kammergr\u00fcndung 1975. Das Nachbarland Frankreich legte Wert auf qualit\u00e4tsgeordnete Dienstleistungen aus Deutschland. Was ist nun das Besondere einer Kammer? Kammern sind K\u00f6rperschaften \u00d6ffentlichen Rechts, ein St\u00fcck ausgelagerte hoheitliche Verantwortung und stehen unter der Dienstaufsicht eines Ministeriums der jeweiligen Landesregierung. Sie sind finanziell unabh\u00e4ngig, beitragsfinanziert und bez\u00fcglich der Verwendung ihrer Finanzen an die staatlichen Regelungen des jeweiligen Landes gebunden. Als wir unsere B\u00fcros in der neuen Wirtschaftsform \u201eFreiberuflichkeit\u201c aufzubauen begannen, hatte keiner von uns eine<br \/>\ntragf\u00e4hige wirtschaftliche oder organisatorische Basis. Als freier Ingenieur t\u00e4tig zu sein, war der Sprung ins kalte Wasser, ein Risiko ohne staatliche Auftragssicherheit. Wir haben bei null angefangen. Ein Computer kostete damals 9-10.000 DM bei monatlichem Einkommen von etwa 1.000 DM. Die Vervielf\u00e4ltigungstechnik, auch die Schreibtechnik war nicht mehr tauglich und mussten modernisiert werden. Schrifts\u00e4tze wurden entweder nach dem ORMIG-Verfahren oder als Thermokopien bzw. im Lichtkasten auf recht abenteuerliche und gesundheitsgef\u00e4hrdende Weise vervielf\u00e4ltigt, und das mit einer zeitlich begrenzten Lese- und Haltbarkeitsdauer der kopierten Schriftst\u00fccke. Was \u00fcber uns am Beginn des vereinigten Deutschlands 1991 auch gedacht wurde, m\u00f6chte ich als einen damaligen Ausgangspunkt unserer gemeinsamen Arbeit mit einem Buch-Zitat aus Arnulf Baring, \u201eDeutschland Was Nun?\u201c, Siedler Verlag 1991 ISBN 3-88680-429-1, Seite 59, in Erinnerung bringen: \u00bbDie Lage in der ehemaligen DDR ist in der Tat vollkommen anders als bei uns nach 1945. Das Regime hat fast ein halbes Jahrhundert die Menschen verzwergt, ihre Erziehung, ihre Ausbildung verhunzt. Jeder sollte nur noch ein hirnloses R\u00e4dchen im Getriebe sein, ein willenloser Gehilfe. Ob sich heute einer dort Jurist nennt oder \u00d6konom, P\u00e4dagoge, Psychologe, Soziologe, selbst Arzt oder Ingenieur, das ist v\u00f6llig egal: sein Wissen ist auf weite Strecken v\u00f6llig unbrauchbar. In den meisten F\u00e4llen fehlt heute vom fachlichen her eine Berufsperspektive in den Bereichen, in denen man ausgebildet wurde. Wir k\u00f6nnen den politisch und charakterlich Belasteten ihre S\u00fcnden vergeben, alles verzeihen und vergessen. Es wird nichts<br \/>\nn\u00fctzen, denn viele Menschen sind wegen ihrer fehlenden Fachkenntnisse nicht weiter verwendbar. Sie haben einfach nichts gelernt, was sie in eine freie Marktwirtschaft einbringen k\u00f6nnten.\u00ab<\/p>\n<p>Das war schon 1991 gelinde gesagt eine Gruppenverleumdung, die schon im erstem Anschein absolut falsch war. Ich hatte bei dienstlichen Gelegenheiten an Hochschulen und Universit\u00e4ten in den alten L\u00e4ndern, auch bei fachlichen Begegnungen mit westdeutschen Architektur-Ingenieurb\u00fcros, die M\u00f6glichkeit, ehemalige Absolventen aus Weimar und anderen vormaligen DDR Hochschulen zu treffen. Deren Vorgesetzte haben ungefragt die exzellent breite Ausbildung gelobt, besonders ihre sofortige Verwendung ohne Einarbeitungszeiten. Der Autor Professor Baring (\u2020 2019) geh\u00f6rte zu den national und international wissenschaftlich Arrivierten, war ein aus vielen deutschen Talkshows bekannter Jurist, Politologe und Hochschullehrer der Freien Universit\u00e4t Berlin. Wie auch immer: Dass in 30 Jahren bei gegenseitiger Achtung, Kooperation und gemeinsamer Arbeit im geeinten Deutschland viel erreicht und entwickelt wurde: wirtschaftlich, sozial und technisch-wissenschaftlich, ist sichtbar und beeindruckend. Nur das z\u00e4hlt. Mehr nicht.<br \/>\nDennoch gibt es in manchen Ostdeutschen einen emotionalen Nachhall. F\u00fcr viele, deren wirtschaftlicher oder sozialer Ast abgeschnitten worden war, gab es trotz der neuen Freiheit und allen M\u00f6glichkeiten keine Basis f\u00fcr einen wirtschaftlichen Neuanfang, geschweige denn einer Eigenst\u00e4ndigkeit. Was aus der Ost-Vergangenheit geblieben ist und Arnulf Baring als Verzwergung bezeichnet, mag teilweise zutreffen. Bei vielen von<br \/>\nuns fehlt das aktive Selbstbewusstsein, zumindest im Vergleich zum westdeutschen Durchschnitt. Wir haben gelernt, oder mussten es lernen, uns kein \u00b4X\u00b4 f\u00fcr ein \u00b4U\u00b4 vormachen zu lassen: Also einen Sachverhalt erst in seiner Komplexit\u00e4t zu analysieren, um dann eine Entscheidung zu treffen, wenn sein Wesen nach einer \u00dcberpr\u00fcfung feststeht und durch reale Erfahrungen belegt ist. Deshalb neigen wir nicht zu Schnellsch\u00fcssen und aufgeblasenen Luftballons, also den Schein vor das Sein zu stellen, oder Hologramme mit der Realit\u00e4t zu verwechseln. Das gilt auch in der Politik, die nat\u00fcrlich Ideen braucht, aber auch handfeste und interessenneutrale Experten zur notwendigen Beratung, Herstellung und Praxisreife. Ein Planungs-Novum \u2013 der harmlosen Art \u2013 politisch pr\u00e4feriert ist f\u00fcr unsere Auftr\u00e4ge das K\u00fcrzel \u201eBIM\u201c. Die Buchstaben stehen f\u00fcr Bauen, Informationen und Modellbildung, und als Begriff etwas sperriger f\u00fcr Bauwerks-Datenmodellierung, was die logische Folge des organisatorischen Planungs- und Bauablaufs eigentlich auf den Kopf stellt. Wie dem auch sei,<br \/>\nwas irgendwo erdacht und \u00b4unters Volk gebracht wird\u00b4, ist manchmal durch die Unlogik das Besondere zum Nachdenken. Manchmal ist man geneigt zu rufen, dann fragt uns doch! Wir haben als Kammer einen Informationsauftrag und verf\u00fcgen \u00fcber entsprechende Netzwerke, Arbeitskreise mit Verbindungen zum \u00b4buildingSmartDeutschland\u00b4, dem Kompetenznetzwerk f\u00fcr Open-BIM und die Digitalisierung des Bauwesens.<br \/>\nKammer \u2212 Statistik, Selbstverst\u00e4ndnis, L\u00fccken im Gesetz Im Gr\u00fcndungsjahr hatten wir 686, Listeneintragungen schon ein Jahr sp\u00e4ter verdoppelte sich diese Zahl. Der H\u00f6hepunkt war 2001 mit 1865 Einschreibungen erreicht. Dann fielen die Zahlen j\u00e4hrlich um etwa 30-40 Ausgetragene, bedingt durch das nat\u00fcrliche Ende der Berufst\u00e4tigkeit aber auch, weil die Freiberuflichkeit stetig weniger nachgefragt ist.<br \/>\nEine fachobjektive, interessenneutrale Ingenieur- und Planungsleistung setzt f\u00fcr die Mitgliedschaft in den Kammern die wirtschaftliche Unabh\u00e4ngigkeit voraus. Eine pers\u00f6nliche Insolvenz schlie\u00dft deshalb eine Kammermitgliedschaft aus, oder setzt sie zeitweilig aus.<\/p>\n<p>Oft wurden wir bei Vertragsabschl\u00fcssen durch Rabattanfragen auf unsere Leistungen in einen Billigwettbewerb gedr\u00e4ngt. Das f\u00fchrt zwangsl\u00e4ufig zu Nachl\u00e4ssigkeiten, Fehlern oder Sch\u00e4den. Haftpflichtversicherungen m\u00fcssen dann regulieren. Das sind Steuergelder, die verschwendet werden, was meist in den Bewertungen \u00fcbersehen wird. Mit der Privatisierung im Osten sind viele Einrichtungen zerschlagen oder aufgel\u00f6st worden. Es haben sich zun\u00e4chst kleine neue B\u00fcros gegr\u00fcndet, oft mangels finanzieller M\u00f6glichkeiten im Tandem mit einem westdeutschen Partner. Diese B\u00fcros haben sich in den Folgejahren durch ihre wirtschaftlich erfolgreiche T\u00e4tigkeit saniert und emanzipiert. Geblieben ist aber im gesamtdeutschen Vergleich eine relative Kleinteiligkeit unserer B\u00fcros. In Th\u00fcringen, auch in anderen ostdeutschen Kammern sind bei etwa 85 % unserer Kammerzugeh\u00f6rigen weniger als 8-10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besch\u00e4ftigt. Nur etwa 15 % unserer B\u00fcros haben mehr als 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Eine solche Struktur schr\u00e4nkt unsere wirtschaftlichen M\u00f6glichkeiten nicht nur im nationalen, sondern auch im internationalen Rahmen ein. Wenn ich ohne statistischen Hintergrund von einem Stimmungsbild in dieser Frage spreche, dann sehen wir<br \/>\nbei unseren Ingenieuren, wie auch in anderen freiberuflichen Berufen eine Verschiebung von der Freiberuflichkeit zum Angestelltenverh\u00e4ltnis. Viele sehen f\u00fcr diesen Wechsel ihre Komfortzone, in der wirtschaftliche Einbu\u00dfen gegen den Stress der Akquise, nun auch durch EU-Verpflichtungen und b\u00fcrokratische Auflagen abgewogen werden.<\/p>\n<p>Das Modell der Planungsgemeinschaften hat sich nicht durchgesetzt. Im \u00dcbrigen haben unsere B\u00fcros Schwierigkeiten auftragsbezogene Kreditlinien im direkten Bankgesch\u00e4ft zu erhalten. Unsere Banksicherheiten stecken leider in unseren K\u00f6pfen. Und dennoch, in Th\u00fcringen tragen ca. 10-15.000 weibliche und m\u00e4nnliche Ingenieure und Mitarbeiter in freiberuflich t\u00e4tigen B\u00fcros mit knapp 5% zum j\u00e4hrlichen Haushalt des Freistaates bei. Von den Erl\u00f6sen leben etwa 30.000-50.000 Personen, das sind 2-3 % aller Th\u00fcringer.<\/p>\n<p>Als die Ingenieurkammern vor 30 Jahren gegr\u00fcndet wurden, galt der Slogan: \u201eKammermitglieder sichern mit dem Verbraucherschutz das Gemeinwohl im Bauen\u201c. Die freie Marktwirtschaft, wie sie f\u00fcr Zahnb\u00fcrsten, Schuhe,<br \/>\nKleiderschr\u00e4nke oder andere Gegenst\u00e4nde des t\u00e4glichen Bedarfs gilt, kann nicht verallgemeinert werden. In der Ethik von Berufen, die an den Grundfesten der Gemeinschaft t\u00e4tig sind, wie \u00c4rzte, Juristen, Architekten und Ingenieure u.v.m. muss in erster Linie die Qualit\u00e4t dieser Leistungen, manche mit einem Amtseid belegt, das entscheidende, auch marktwirtschaftliche Kriterium im Leistungsvergleich sein. Dass dies zumindest in Deutschland bisher durch die \u00f6ffentlich-rechtlichen Berufskammern unter staatlicher Aufsicht und einer anteiligen hoheitlichen Verantwortung sichergestellt war, geh\u00f6rte zur Gr\u00fcndungsphilosophie und -Veranlassung der Kammern.<\/p>\n<p>Leider ist in diesen 30 Jahren fast unmerklich, aber intensiv betrieben, ein Erosionsprozess sp\u00fcrbar sowohl in der deutschen Bundesrepublik und den l\u00e4nderbezogenen Kammern als auch durch Einfl\u00fcsse aus der EU. Aus dem Kreis unserer weiblichen und m\u00e4nnlichen Mitglieder gibt es zunehmend resignierende Kommentare. Die Qualit\u00e4t sei offensichtlich nicht mehr das ausschlaggebende Kriterium, sondern der Angebotspreis und die davon abh\u00e4ngige Ausk\u00f6mmlichkeit nicht mehr gegeben. Es bestehe der Eindruck, dass wir als Kammer, dieser Entwicklung der letzten Jahre zu begegnen, von unseren offiziellen Partnern mehr geduldet als aktiv unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Einige unserer Kammerangeh\u00f6rigen sehen in der gegenw\u00e4rtigen Entwicklung und durch die Mit- und Ohne(!)gliedschaft auferlegten Anforderungen der beruflichen Qualifikation und der st\u00e4ndigen Weiterbildung keinen wirtschaftlichen Nutzen, solange es nach den politisch gewollten Regelungen m\u00f6glich ist, dass im Ingenieurbereich jeder, der die vier Grundrechenarten beherrscht oder auch nicht, Ingenieurleistungen erbringen und anbieten kann oder nieder preisliche Leistungen ohne Qualifikationsnachweis aus dem Ausland eingekauft werden k\u00f6nnen. Wenn wir das dulden, geben wir unsere international geachtete Kompetenz und unser gesch\u00e4tztes Planungs\u2013 und Ingenieurdienstleistungspotential auf.<\/p>\n<p><strong>Dienstleistungen \u2013 europaweit<\/strong><br \/>\nUnsere Dienstleistungsaufgaben im Entwurfs- und ingenieurtechnischen Bereich sind komplexer geworden. Wir unterliegen einer zunehmenden F\u00fclle von Vorgaben, Kontrollen, auch Restriktionen, die nur zum Teil unserem Produkt dienlich sind. Was bisher in den seit nunmehr mehr als 150 Jahren g\u00fcltigen und praxisbew\u00e4hrten Geb\u00fchren- oder Honorarordnungen f\u00fcr Architekten und Ingenieure durch hochwertige Dienstleistungen in einem technischen, sozialen und wirtschaftlich geordneten Prozess funktioniert hat, wird mit teilweise unsinnigen Vorgaben und Verpflichtungen f\u00fcr die Erf\u00fcllung unserer Leistungen verb\u00fcrokratisiert, ineffektiv aufgebl\u00e4ht, sogar glattgeb\u00fcgelt und verk\u00fcrzt. Wir bekennen uns zu freien europ\u00e4ischen Dienstleistungen. Aber auch hier gelten die in den Grundsatzpapieren der EU festgelegte nationalen Interessen. Die regionalen, europ\u00e4ischen Unterschiede m\u00fcssen in den wirtschaftlichen, sozialen und technischen Randbedingungen auch bei europaweiten Ausschreibungen beachtet werden. Ein Grundsatz der EU war und ist es, bestimmte regionale kulturelle und wirtschaftliche Besonderheiten, die zum Gemeinwohl der Region geh\u00f6ren, zu definieren und zu respektieren.<\/p>\n<p>Es steht die Frage: \u00dcberlassen wir unsere regionalen, kulturbezogenen Dienstleistungen den gro\u00dfen, international vernetzten Consulting-Einrichtungen, in deren Auftrag dann kleine B\u00fcros aufgabenbegrenzt t\u00e4tig werden. Dies zu Bedingungen, die nicht mehr geregelt sind und bis dato einigerma\u00dfen unsere Ausk\u00f6mmlichkeit gesichert haben, aber in der Perspektive durch vielleicht geknebelte Vertr\u00e4ge nicht mehr gegeben ist.<br \/>\nSeit August 2023 gilt europaweit, auch im Inland, f\u00fcr Planungsleistungen ab einem bestimmten Schwellenwert eine europ\u00e4ische Ausschreibungspflicht. Der Schwellenwert liegt seit dem Januar 2024 bei 221.000 \u20ac und ergibt sich aus der Addition aller Honorare f\u00fcr objektbezogene Planungsleistungen, auch der peripheren oder nicht unbedingt baubezogenen oder beigestellten Leistungen. Im \u00dcbrigen gilt nun eine freie und offene Vertragsgestaltung.<\/p>\n<p>Der Schwellenwert von 221.000 \u20ac entspricht einem Bauleistungsvolumen von etwa 1,1 Millionen \u20ac. Das ist ungef\u00e4hr der Wertumfang f\u00fcr die Errichtung einer kleinen bis mittleren, voll ausgebauten Schule oder eines Kindergartens.<br \/>\nDas aber sind typische Objekte und Bauleistungen, die einen regionalen Zuschnitt, also die kulturellen oder landschaftstypischen Bez\u00fcge im kommunalen Interesse haben sollten. Man kann dar\u00fcber streiten, wann ein<br \/>\nSchwellenwert hoch genug ist, um regionalen Bietern Angebotschancen einzur\u00e4umen. Das k\u00f6nnte beispielsweise durch einen variablen, regionalen Schwellenwert f\u00fcr gesamteurop\u00e4ische Ausschreibungen<br \/>\nerreicht werden, der die Kleinteiligkeit nicht nur im ehemaligen Osten Deutschlands, sondern auch in vergleichbaren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern nach einer neuen Gesetzesnovellierung in Br\u00fcssel vereinbart, abbilden w\u00fcrde.<\/p>\n<h3>Was zu verbessern w\u00e4re \u2013 Prognose und Fazit<\/h3>\n<ol>\n<li>Wir fordern, den bisher geltenden gesetzlichen Rahmen zu \u00e4ndern und die verpflichtende Kammermitgliedschaft f\u00fcr baubezogene Ingenieurleistungen, analog den geltenden Regeln f\u00fcr Architekten, festzuschreiben.<\/li>\n<li>Im gesamteurop\u00e4ischen Ma\u00dfstab muss zur Chancengleichheit bei der Auslobung von Dienstleistungen die urspr\u00fcngliche Grundidee der EU st\u00e4rker und differenzierter zum Ausdruck kommen. Der statisch<br \/>\nfestgelegte Schwellenwert [gegenw\u00e4rtig von 221.000 \u20ac] sollte von einem regional abweichenden verh\u00e4ltnisgerechten Schwellenwert, periodisch evaluiert, in gesamteurop\u00e4ischen Ausschreibungen ber\u00fccksichtigt und angewendet werden.<\/li>\n<li>Es ist zu pr\u00fcfen, ob in Th\u00fcringen unabh\u00e4ngig von einem Regierungswechsel und frei von neuen inhaltlichen bzw. organisatorischen Verantwortlichkeiten einzelner Fachministerien, eine dauerhafte Rechtsaufsicht bei der Staatskanzlei einzurichten ist. Dies w\u00fcrde die notwendige Einflussm\u00f6glichkeit des Ministerpr\u00e4sidenten bei den meist Landes-strukturbestimmenden Ma\u00dfnahmen beider Kammern rechtfertigen und f\u00f6rderlich sein.<\/li>\n<li>Das Haftungsprinzip muss zwischen den in der Kammer eingetragenen Mitgliedern und geeigneten leistungsf\u00e4higen Haftpflichtversicherern vertraglich in Form eines Rabattsystems geregelt werden. Daf\u00fcr sind entsprechende Gesetzesgrundlagen zu schaffen.<\/li>\n<li>Ziel muss es sein, ein landesbezogenes, fl\u00e4chendeckendes, qualit\u00e4tsgesichertes Netz f\u00fcr Dienstleistungen der freien Ingenieurberufe zu schaffen, auch \u00fcber die innerdeutschen Landesgrenzen hinweg.<\/li>\n<li>Die finanziellen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr nachberufliche Versorgungsleistungen (Versorgungswerk) sollten nach den aktuellen Erfahrungen und Bewertungen von Experten auf freiwilliger Basis zum Regelfall f\u00fcr Kammermitglieder gemacht werden.<\/li>\n<li>Die Zusammenarbeit zwischen der verantwortlichen Politik und den fachbezogenen Beratungen der Kammern muss strukturell und inhaltlich evaluiert und verbessert werden.<\/li>\n<li>Der sichtbare Trend, dass durch allgemeineurop\u00e4ische Nivellierungen auch die kleinsten regionalbezogenen und kulturellen Besonderheiten verwischt werden, hebelt das f\u00f6derale System Deutschlands sukzessive aus und widerspricht insoweit im Einzelfall dem GG. Die baubezogenen Kammern sind in diesem System grundgesetzlich verankert. Allen gesamteurop\u00e4ischen Verallgemeinerungen, die dem F\u00f6deralismus entgegenstehen und die regionalen kulturellen und sozialen Besonderheiten nicht ber\u00fccksichtigen, sind im Einzelfall politisch zu begegnen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Danke f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit!<\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30 Jahre Ingenieurkammer Th\u00fcringen \u2013 30 Jahre Zeitgeschichte: R\u00fcck \u2013 und Ausblicke Sehr geehrte Damen und Herren\/liebe Kolleginnen und Kollegen\/liebe Ehreng\u00e4ste Prolog in eigener Sache 30 Jahre Ingenieurkammer Th\u00fcringen sind&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7183","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-1","description-off"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.4 - 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