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Einheitliche Standards bei der BIM-Fort- und Weiterbildung

Ingenieurkammern der Länder einigen sich auf gemeinsames Vorgehen

Die Digitalisierung des Planungs- und Bauwesens schreitet in Deutschland massiv voran. Entsprechend umfangreich ist der Bedarf an qualifizierten Fort-und Weiterbildungsangeboten für Ingenieurinnen und Ingenieure. Um Fort-und Weiterbildungen auf einem qualitativ hohen Niveau zu sichern, haben sich die Ingenieurkammern der Länder auf der Bundeskammerversammlung am 20. Oktober 2017 in Potsdam auf einen bundesweit einheitlichen Fort- und Weiterbildungsstandard anhand der VDI/bS-Richtlinie 2552 Bl. 8.1 verstän­digt.

Mit der Einführung des „BIM Standards Deutscher Ingenieurkammern“ wird ein qualitätsgesichertes und flächendeckendes Angebot geschaffen.
Doch auch die Politik ist hier gefragt und sollte ihre Kräfte angesichts des zu­nehmenden Handlungsbedarfs durch die Digitalisierung noch stärker bündeln - sowohl im Bereich der Infrastruktur, als auch beim Hochbau. „Es ist aus un­serer Sicht unerlässlich, dass diese beiden Ressorts in einer künftigen Bun­desregierung wieder unter einem Dach fungieren“, so der Präsident der Bun-desingenieurkammer, Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer. „Es ergibt keinen Sinn, wenn Hoch- und Tiefbau nicht zusammenwirken. Dafür ist das Thema auch im Hinblick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Planerinnen und Planer zu wichtig“, erläuterte Kammeyer eine Forderung aus den Wahlprüfsteinen der planenden Berufe in Deutschland.


Building Information Modeling (BIM) dient der Erstellung von digitalen dreidi­mensionalen Bauwerksmodellen. Alle Beteiligten erhalten auf diesem Weg Zugriff auf virtuelle Pläne, die Steuerung von Prozessen, umfangreiche Da­tenbanken und 3D- bis 5D-Bauwerksmodelle.


Pressemitteilung vom 25. Oktober 2017

Implementierung von BIM in den Arbeitsprozess | Fördermöglichkeit der KfW

Die KfW bietet seit dem 01.07.2017 mit dem „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ die Möglichkeit, für Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben - und damit für die Implementierung der BIM-Methode in die Arbeitsprozesse von kleinen und mittelständischen Büros - zinsgünstige Kredite zu bekommen.  Gefördert wird die Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Verfahren – beispielsweise die Vernetzung der Produktionssysteme unter dem Stichwort Industrie 4.0. Auch Maßnahmen zur Ausrichtung der Unternehmensstrategie bzw. Unternehmensorganisation auf die Digitalisierung können begleitet werden. Antragsberechtigt sind Freiberufler und gewerbliche Unternehmen, die länger als 2 Jahre am Markt sind.

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BMJV-Gutachten zur Verlängerung der Verjährungsfrist für Mängelansprüche bei Bauvorhaben

Das Institut für Baurecht e.V. in Hannover hat einen im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) erstellten Abschlussbericht über die Erforderlichkeit einer Verlängerung der Verjährungsfrist für Mängelansprüche bei Bauwerken vorgelegt. Der Bericht sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse sind auf der Homepage des BMJV veröffentlicht worden:

http://www.bmjv.de/DE/Ministerium/ForschungUndWissenschaft/AbschlussberichtFVVerlaengerung/AbschlussberichtFVVerlaengerung_node.html

Ausgangslage war die Forderung einiger Kreise nach einer Verlängerung der gesetzlich festgeschriebenen Frist für Mängelansprüche  von derzeit 5 auf 10 Jahre. Auf der Grundlage von Erhebungen bei den Vertragsparteien, den am Bau beteiligten Berufsgruppen und Verbänden sowie einer Auswertung der Vertragspraxis ist das Institut für Baurecht zu dem Ergebnis gekommen, dass derzeit kein Bedürfnis besteht, die geltende fünfjährige Verjährungsfrist zu verlängern.

Begründet wird dies u.a. damit, dass ca. 90 % aller Schadenfälle während der ersten 5 Jahre nach Baufertigstellung auftreten, was die Angemessenheit der jetzigen Regelung einer fünfjährigen Verjährungsfrist für Mängel an Bauwerken bestätige. Außerdem wäre bei einer Verlängerung der Verjährungsfrist mit einer Erhöhung der Baukosten zu rechnen.

Das BMJV beabsichtigt, auch die Justizministerkonferenz über die Ergebnisse der Untersuchung zu unterrichten. Mit einer Verlängerung der derzeitigen Verjährungsfrist ist daher nicht zu rechnen.

EU-Kommission verklagt Bundesrepublik Deutschland - BIngK warnt vor Qualitätsverlust beim Planen und Bauen

Die Europäische Kommission hat wegen der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) gegen Deutschland Klage vor dem Europäischen Gerichtshof erhoben. Die Kommission sieht durch die Mindest­sätze der Honorarordnung die Niederlassungsfreiheit von Ingenieuren und Architekten sowie den freien Wettbewerb nachhaltig behindert. Ohne die Vorgaben der HOAI würden sich nach ihrer Ansicht mehr aus­ländische Büros in Deutschland niederlassen, was perspektivisch günstigere Preise für Verbraucher bringen soll.

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Fortschreibung der BIngK/BAK-Information zur MBO und MVV TB

BIngK und BAK haben jetzt vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen und zur besseren Übersicht über das Thema ihre erstmals im August 2016 gemeinsam herausgegebene Information zur Anpassung der MBO und VV TB an die Bauproduktenverordnung aktualisiert und fortgeschrieben.

Das Informationsblatt ist auf der Internetseite der Bundesingenieurkammer zum Download eingestellt.

Änderung des Bundeshaushaltsrechts im Bereich der Unterschwellenvergabe

Die Bundesregierung hat im Rahmen des Entwurfs eines Gesetzes zur Neuregelung des bundesstaatlichen Finanzausgleichssystems ab dem Jahr 2020 und zur Änderung haushaltsrechtlicher Vorschriften auch Änderungen des Bundeshaushaltsrechts zur Unterschwellenvergabe auf den Weg gebracht.

Der Bundestag hat am 01.06.2017 die Änderung des Haushaltsgrundsätzegesetzes (HGrG) sowie der Bundeshaushaltsordnung (BHO) beschlossen. Damit ist der Weg für die Einführung der Unterschwellenvergabeordnung (UVgO), die im selben Gesetzgebungspaket verabschiedet wurde frei. Nach ihrer Einführung wird die UVgO anders als die bisherigen Regelungen für den Unterschwellenbereich den Auftraggebern die freie Wahl zwischen der öffentlichen Ausschreibung und der beschränkten Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb eröffnen. Die UVgO kann erst nach Wirksamwerden dieser Änderungen haushaltsrechtlich eingeführt werden. Die Bundesingenieurkammer wird darüber informieren.

Der Bundesrat hat dem Gesetz am 02.06.2017 zugestimmt (BR-Drucksache 431/17).

Entwurf der "Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen" (MVV TB) veröffentlicht

Gemäß dem Beschluss der Fachkommission Bautechnik wurde auf der Internetseite der Bauministerkonferenz der Entwurf der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (Stand 31. Mai 2017) eingestellt. Der Entwurf der MVV TB wird angekündigt, um den Betroffenen die Möglichkeit zu geben, sich auf die neue Rechtslage einzustellen. Stellungnahmen können bis zum 1. Juli 2017 an das Deutsches Institut für Bautechnik (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) übermittelt werden. Die zunächst abschließende Veröffentlichung der MVV TB wird voraussichtlich Ende Juli 2017 erfolgen.

Entwurf MVVTB

Bauvertrags- und Vergaberecht

Schreiben des BMUB zum neuen Bauvertragsrecht als auch zu vergaberechtlichen Auslegungsfragen der VOB/A – und insbesondere auch zur Auftragswertberechnung

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