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Afterwork: Anforderungen und Haftungsrisiken bei Abbruchmaßnahmen

Bauen im Bestand gehört zu einem der wichtigsten Betätigungsfelder für Ingenieure und Architekten. Dabei stellen die bei der Ertüchtigung von Gebäuden und /oder Revitalisierung von Flächen im innerörtlichen Kontext notwendigen Abbruchmaßnahmen eine anspruchsvolle und vor allem fachlich fundierte zu planende Aufgabe dar. Häufig werden dabei der Rückbau und die Entsorgung von schadstoffbelasteten Materialien notwendig, was mit großen Risiken für Ingenieure und Architekten, aber auch für Bauherren und Sachverständige behaftet ist.

Am 10. Oktober 2017 luden die Architektenkammer Thüringen und die Ingenieurkammer Thüringen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „After-Work“ zu o.g. Thematik ein. In anschaulicher Weise referierte Diplomgeologe Dr. Jürgen Kisskalt, Geschäftsführer LGA Institut für Umweltgeologie und Altlasten GmbH Nürnberg, zu Phasen der Erkundung und der Sanierungsplanung. Schwerpunkte waren hierbei die Ausschreibungsmodalitäten, Auswahl geeigneter Fachplaner, Rückbau- Sanierungs- und Entsorgungskonzepte sowie die Auswahl qualifizierter Firmen für Sanierung und Rückbau. Umfangreich wurden schadstoffhaltige Materialien thematisiert. Nicht zuletzt unter dem Aspekt der Haftungsrisiken wurden Stoffe und ihre Gefährlichkeit erläutert sowie „neue“ und alte Fundstellen beschrieben. Dr. Kisskalt wies dabei auf die aktuelle Entsorgungsproblematik, wie Deklaration, Nachweisverfahren etc. hin. Anschließend informierte der Vertreter des Deutschen Abbruchverbandes (DA) über die Bauherrenverantwortung, d.h. die Aufgaben und Pflichten der Bauherren. Die Ingenieure und Architekten sind hierbei oftmals der „verlängerte Arm“ des Bauherren, so dass über die Aufgaben, Honorierung und Haftungsrisiken für die Berufsgruppen Architekten und Ingenieure auf diesem Betätigungsfeld nochmals besonders hingewiesen wurde.

Afterwork

Diplomgeologe Dr. Jürgen Kisskalt, GF LGA Institut für Umweltgeologie und Altlasten GmbH Nürnberg zu Anforderungen und Haftungsrisiken bei Abbruchmaßnahmen

Der sich abschließend entwickelnde Erfahrungsaustausch wurde von den Teilnehmern gleichwohl wie die Referate positiv bewertet. Am Ende konnten beide Kammern eine erfolgreiche Weiterbildungsveranstaltung resümieren.

Barbara Wellendorf

Ingenieurkammer Thüringen

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